Der Neschumme-Mensch
Es ist dieses innere Zehren, nicht wahr, das Dir so zu schaffen macht. Nah am Wasser gebaut, immer das Schlimmste befürchtend, im Glück das drohende, schwebende Unheil erahnen, um übereilt, sämtliche Brücken abzubrechen, um weiter zu jagen, irgendwohin, wo keine Gefahr mehr droht anderen zur Last zur fallen, vor den Kopf gestoßen, einen Dolch ins Herz hineingebohrt zu bekommen. Und noch während Du unentwegt lamentierst, erkennst Du, daß Du selbst das Problem bist, das du von Generation zu Generation mit spitzen Fingern und spitzer Zunge vor dich herschiebst, stets mit dem unverschämt hoffnungsvollen Blick auf einen alles erlösenden, alles wiedergutmachenden Retter.
Und weil Du so voller Ängste bist und Zweifel, eine Last dir selbst und all den anderen, die deinen Weg berühren, stehst du am Ende im virtuellen Raum, hast die Wirklichen zur Verzweiflung getrieben, bist Nervensäge und Prophet in einer Person. Der Seelenmensch, in der dünnen, flüchtigen Luft des Weltalls, gegen den sich alle Elemente, alle Zeiten verschworen haben, der sich am Ende selbst mit eigener Hand und mit sich eine Welt zu Fall bringen wird. Und dabei mit Feuer und Rauch einem neuen Planeten zur Geburt verhilft.